g04 1949

Ich geh mal nach Göhns ... es war einmal

Eine Institution in Neuenheerse wird nach fast 130 Jahren am 17. Juni 2017 für immer geschlossen.

Alle Kunden aus Neuenheerse, aber auch aus den umliegenden Ortschaften, sowie Gäste, Campinggäste und auch Schüler des Gymnasiums werden "Göhns" vermissen.

Hier ein Abriss der Geschichte der Firma Göhn, die eng mit der Geschichte des Dorfes Neuenheerse verbunden ist.

1887 eröffnete Bernhard Göhn einen Handel mit Kurz- und Wollwaren. Sein sogenanntes "Wandergewerbe" führte er mit Pferd und Wagen aus. Um 1910 wurden durch Josef Göhn in Neuenheerse die ersten Verkaufsräume geschaffen. Neben Lebensmittel kamen später Glas und Porzellan, Schuhe, Fahrräder, Waschmaschinen, Herde und Öfen hinzu. Fehlende, gewünschte Artikel wurden besorgt. 

g08 kaufhausgoehnNach 1953 wurde mit einem großen Umbau  begonnen. Der neue Laden wurde am 1. März 1956 neueröffnet und von Willy und Margarete Göhn weitergeführt.

Willy Göhn betrieb ab 1963 zusätzlich eine Nebenstelle in der Walburgastraße. Die zunehmende Mobilität der Bevölkerung in Neuenheerse brachte es mit sich, dass diese nur bis zum Sommer 1988 betrieben wurde. In den Räumen ist jetzt der Frisörsalon Haarmonie.

Im Oktober 1979 übernahm Bernward Göhn das Geschäft und zog in die neuen Räume für Edeka "nah & gut" um. Wie schon sein Vater Willy versorgte er die älteren Mitbürger durch einen Bringdienst.

Leider ist diese Zeit der Einkaufs- und Begegnungsstätte jetzt für immer vorbei. Die Neuenheerser können sich nur noch für die vielen Jahre der Versorgung durch die Familie Göhn und ihren Angestellten bedanken. Sie war immer gut und nah. Zur Bildergallery

Die Fotos der Gallery wurden freundlicherweise von Frau Elisabeth Göhn zur Verfügung gestellt. Sie möchte sich an dieser Stelle, auch im Namen ihres Mannes Bernward Göhn, bedanken.

Zum Seitenanfang

winter hg