(gym) Das Bildungs- und Antidiskriminierungsprojekt SCHLAU NRW
sensibilisiert die Jahrgangsstufe Q1 zu geschlechtlichen Identitäten und sexuellen
Orientierungen. Neuenheerser Schule wird von Respect!-Kampagne des Landes NRW
als respektvoll und queerfreundlich ausgezeichnet.
Dass die Workshops zum Nachdenken angeregt haben, bestätigen beteiligte Schülerinnen und
Schüler der Jahrgangsstufe Q1. In zwei Gruppen wurden die Oberstufenschüler zuvor in
knapp zwei Stunden von Referenten für die Lebenssituation junger LSBTIQ*-Personen
sensibilisiert und zu einem offenen Austausch ermutigt. Die landesweiten Workshops zielen
unter anderem darauf, dass Jugendliche Vorurteile erkennen und reflektieren sowie
geschlechtliche und sexuelle Vielfalt respektieren. Jungen Menschen solle nach Angabe des
Landesnetzwerks SCHLAU NRW ein selbstbewusster Umgang mit ihrer sexuellen
Orientierung ermöglicht werden.
„Die Veranstaltung richtet sich nicht nur gezielt gegen Ausgrenzung und Anfeindungen auf
Grund von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, sondern nimmt auch die
Individualität und Würde jeder einzelnen Person in den Blick“, so Schulseelsorgerin Miriam
Herbst-Zeyrek. Dies decke sich mit dem Leitbild des Neuenheerser Gymnasiums: so versuche
man, die Würde jedes Einzelnen als Geschöpf Gottes zu schützen und ein friedliches und
respektvolles Miteinander zu fördern.
Am Ende des Vormittags zeichneten Vertreter des Netzwerks das Gymnasium als Teil der
Respect!-Kampagne „offene Türen und öffentliche Orte“ aus. In einer Projektregion rund um
OWL sollen LSBTIQ*-Strukturen im ländlichen Raum gefördert werden. In den
teilnehmenden queerfreundlichen Einrichtungen erhalten Interessierte niederschwellig
Materialien zu Informations- und Beratungsangeboten.
„Wichtig ist es der Schulgemeinschaft“, betont Herbst-Zeyrek, „dass Schule ein Ort ist, an
dem alle theoretisch und faktisch als ‚richtig‘ akzeptiert werden und unbeschadet und
respektiert leben können.“
Bildunterschrift: Referent Jan Wiegand (Mitte) befestigt zusammen mit Schulseelsorgerin
Miriam Herbst-Zeyrek (2. v.l.) das Respect!-Siegel am Haupteingang der Schule. Über die
Auszeichnung freuen sich die stellvertretende Schulleiterin Christin Johlen (links), Referentin
Ruby Tölle und Lehrer Martin Bernard.
(ANMERKUNG: Laut Bundeszentrale für politische Bildung steht die deutsche Abkürzung LSBTIQ für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queers. Manchmal wird auch im Deutschen das englische Akronym LGBTIQ ("Lesbians, Gays, Bisexuals, Transgender, Intersex & Queers“) benutzt. Manchmal wird der Asterisk* (Sternchen "*") als Öffnung und Platzhalter für weitere, nicht benannte Identitäten hinzugefügt (LSBTIQ*), manchmal nicht.)